Platten-Review: ::ObererTotpunkt:: – 10 Grad vor ::OT::

Anfang diesen Monats bekam ich das Debut-Album „10 Grad vor OT“ von „::OT:: – Oberer Totpunkt“ in die Finger, OT Studio (C) ::OT::was mich zugegebener Maßen doch schon ziemlich neugierig machte. Nach einiger Mühe habe ich es auch geschafft, einige weitere Infos zu den Künstlern, die ich totz ihrer Band- / Projektgründung in Hamburg-Altona 2006 trotzdem noch als NewComer bezeichnen möchte, zusammenzutragen.

Oberer Totpunkt – kurz ::OT:: bezeichnet den höchsten Punkt, den der Kolben während seiner
Auf- und Abbewegung im Zylinder einnimmt: Also den jeweiligen Umkehrpunkt des Kolbens. “10 Grad vor ::OT::” sind zehn Momente “davor”: Der Obere Totpunkt ist die Phase vor dem Umkehrpunkt, der Bruchteil vor der chemischen Reaktion.

Das Album „10 Grad vor OT“ wurde im November 2007 released und zuvor in den Studios „Skating Dog Records“ eingespielt. Produziert wurde es übrigens von „Brainsmash Records R.I.P“. Die Künstler von „::OT::“ warten mit folgenden Werken auf diesem Album auf:

  1. Du und Ich
  2. Alptraum
  3. Schein
  4. Furcht
  5. Fugu
  6. (Für eine) handvoll Haare
  7. Scharlachroter Schnee
  8. Schweigen
  9. Buffet
  10. Narkotisiert

Die Künstler hinter ::OT:: sind BETTINA BORMANN (Spoken word, Theremin), und MICHAEL KRÜGER (Live-Schlagzeug + Musik), die beide keine „unbekannten“ sind und bereits an diversen Projekten mitgewirkt haben.

Ich muss aber sagen, dass ich doch ganz schön überrascht worden bin, von diesem Album und vor allem von dessen Stil. Ich habe es nämlich „gewagt“ in dieses Album hereinzuhören, bevor ich durch entsprechendes Pressematerial wusste, was mich da denn eigentlich erwartet. Denn ich selbst kannte vorher weder das Projekt „ObererTotpunkt“ noch die Künstler des Projektes. Aber das war vielleicht auch ganz gut so.. 😉

Tiefschwarz, schnell, rhythmisch: Eine energiegeladene Fusion aus Jungle und NuFunk mit deutschen,
gesprochenen Storys. Die rasanten Soundcollagen und vertrackten Beats lenken durch dunkel-morbide
Welten – Splatter? Nein, nur das, was täglich in den Zeitungen steht – die ganz normale Realität zwischen
Alltagswahnsinn und Neurose.

Als ich die CD in das Laufwerk schob, begrüßten mich dunkle elektronische Klänge, Wave mit Drum´n´Bass und Industrialmotiven und eine sehr angenehme, aber nicht zu hohe, weibliche Stimme, die diese Musik mit „Spoken-Word“, als mit gesprochenen ( düsteren ) Texten – die eine Art Collage von alltäglichen Geschehnissen skizzieren – überlagert.

ot-live2 (c)::OT::

Rein technisch betrachtet, ist die Qualität des Albums und der Elemente – vor allem da es ein Debut-Album ist – sehr gut gelungen. Rein gefühlsmäßig musste ich feststellen, dass ich doch stark in meinem Wesen von den einzelnen Stücken berührt werde und in eine andere Sphäre gelangen könnte, wenn ich mich noch intensiver der Musik und den Texten aussetzen würde, was ich aber versuchte zu vermeiden. Eine viel stärkere Wertung möchte eigentlich gar nicht abgeben, da ich persönlich mit dieser Musik-Richtung, die von ::OT:: selbst als „Spoken-Word Electro“ klassifiziert wird, nicht ganz so viel anfangen kann und mich ihr nicht wirklich vollständig öffnen möchte, was ich auch zugebe. Deshalb kann ich eigentlich nur empfehlen, sich das Album anzuhören, oder auf der MySpace-Seite von ::OT:: auf www.myspace.com/totpunkt schon mal Kostproben zu lauschen. Weitere Infos zu ::OT:: selbst erhaltet ihr auch dort oder auf deren Internetseite auf www.totpunkt.com

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